Shift happens in der Industrie: Algen, Zirkularität und Zukunftsresilienz
Shownotes
In unserer neuen Folge sprechen wir mit Professor Dr. Thomas Brück, jemandem, der die Welt der synthetischen Biotechnologie wie kaum ein anderer kennt und sich leidenschaftlich der Entwicklung nachhaltiger, zirkulärer Bioprozesse widmet. Für Thomas ist Nachhaltigkeit kein theoretisches Konzept, sondern ein klarer Handlungsauftrag, den er sowohl in der universitären Spitzenforschung an der TU München als auch als Gründer in die Praxis umsetzt.
Als leidenschaftlicher Taucher hat er über Jahrzehnte miterlebt, wie marine Ökosysteme degradieren – und beschlossen, mit wissenschaftlicher Innovation gegenzusteuern. Heute erforscht und entwickelt er Lösungen, die von der Nahrungsmittelresilienz über Palmöl-Alternativen bis hin zu Beton reichen, der sich mithilfe von Algensporen selbst heilen kann. Er denkt Prozesse konsequent ganzheitlich und setzt sich für einen echten Mentalitätswandel bei Investitionen in Zukunftstechnologien ein.
Unsere Host Sophie Strupix spricht mit Thomas unter anderem darüber,
- wie Algensporen im Zement dafür sorgen, dass Gebäude CO₂ einspeichern, Risse eigenständig heilen und ihre Lebensdauer fast verdoppeln können,
- warum Mikroalgen herkömmlichen Nutzpflanzen in puncto Schnelligkeit, Ertrag und Ressourcenverbrauch drastisch überlegen sind, ohne mit der Landwirtschaft zu konkurrieren,
- und warum europäische Startup-Ökosysteme dringend einen „langen Atem“ bei der Finanzierung brauchen, um im globalen Wettbewerb nicht abgehängt zu werden.
Ein ehrliches Gespräch über bahnbrechende biotechnologische Innovationen, den Mut zum Risiko und darüber, warum Wissenschaft die Lebensversicherung für unsere Wirtschaft von morgen ist.
Transkript anzeigen
00:00:08: Willkommen zu einer neuen Folge vom Shift Happens Podcast.
00:00:11: Heute spreche ich mir mit Professor Dr.
00:00:12: Thomas Brück und er führt uns in die Welt der Algen, wie sie uns Zirkularität und Nachhaltigkeit bringen.
00:00:19: Professor Dr.
00:00:20: Tomas Brück herzlich willkommen.
00:00:22: vielen Dank dass du dabei bist.
00:00:24: Ja freut mich sehr!
00:00:26: Unser Podcast heißt ja shift happens.
00:00:28: deswegen gibt es einen Schiff den Du gerade besonders wahrnimmst in deinem persönlichen Leben oder Umfeld in Deiner Branche.
00:00:36: Also im persönlichen Leben kann ich sagen, meine beiden Töchter werden langsam groß.
00:00:41: Elena, meiner älteste Tochter macht jetzt die mittlere Reife und da stehen in den nächsten Wochen die Abschlussprüfungen an.
00:00:49: Da bin ich dann auch etwas eingebunden.
00:00:52: Und im berufenlichen Leben ja natürlich ... Ich bin ja im Geschäft der nachhaltigen Transformation.
00:01:01: An der TU München forsche ich eben auf dem Thema synthetische Biotechnologie, die Entwicklung neuer zirkulärer Bio-Prozesse.
00:01:11: Die dann auch eine Rolle spielen in der Transformation der chemischen Industrie.
00:01:19: Auch hier sehen wir Aktivitäten unabhängig von politischen Rahmenbedingungen.
00:01:26: Wir sehen das hier die Industrie eigene Initiativen ergreift
00:01:33: um
00:01:34: die Rohstoffresilienz voranzubringen, um so auch ihre Geschäftsmodelle für die Zukunft zu sichern.
00:01:42: Und das macht mir Hoffnung!
00:01:44: Ja sehr schön unter synthetischer Biotechnologie versteht man oder ich zum Beispiel auch manchmal auch Konzerne, die vielleicht nicht das beste Interesse der Natur im Mittelpunkt haben.
00:01:57: Also was hat dein Weg dahin geführt, dass du dich der Zirkularität und der Nachhaltigkeit widmest?
00:02:04: Ich bin leidenschaftlicher Taucher und habe über die letzten Jahrzehnte, schon ältere Semester mitbekommen wie die Marine-Ökosysteme langsam degradieren.
00:02:18: Ja.
00:02:18: Und dagegen möchte ich etwas tun.
00:02:21: Ein Thema bei unseren Forschungen sind halt die Algen.
00:02:26: Meistens sind die aus Marinenumgebungen, die haben wir dann auch selber gesammelt.
00:02:32: Und unsere Themen sind ganz manigfaltig von ... Nahrungsmittelresilienz bis zum nachhaltigen Bauern, wo wir auch Algen einsetzen?
00:02:41: Ja.
00:02:42: Meine Berührungspunkte mit Algen waren hauptsächlich durch Superfoods wie Chlorella oder Spirulina als Nahrungsergänzungsmittel.
00:02:52: Was kannst du uns noch für Algen ... Spezien sozusagen näher bringen und welche Use-Cases haben die?
00:03:01: Ja, es gibt noch ganz viele andere Algen.
00:03:05: Schizotrichium zum Beispiel ist auch eine ganz bekannte Alge, die macht Omega III und Omega VI-Vertsäuren, die ja auch für die Gesundheit sehr wichtig sind.
00:03:16: Herzkreislauferkrankungen vor Beugen für die Gehirn-Fitness eigentlich sehr gut sind.
00:03:23: Da gibt es schon Produkte am Markt, ja?
00:03:25: Die ersetzen auch Fischöle, die hier jetzt nicht besonders nachhaltig sind und deswegen kann ich jeden Konsumenten auch nur ermutigen wenn er in den Drogeriemarkt geht
00:03:37: doch zu
00:03:37: dem Algenöl zu greifen.
00:03:39: Nämlich auch!
00:03:40: Sehr gut.
00:03:42: Und wenn du zum Beispiel tauchen gehst, machst du das hauptsächlich als Hobby oder dann auch wirklich für eure Forschungen und wenn du eine neue Alge zum Beispiel entdeckst oder findest bei deinen Reisen auf die Stößt.
00:04:01: Kommt dann erst okay.
00:04:02: jetzt haben wir eine neue Allge.
00:04:04: was können wir aus der Gewinn?
00:04:05: Oder geht ihr in die Forschung rein und sagt, wir brauchen dieses spezifische Produkt.
00:04:11: Da möchten wir Forschung reistecken und sucht dann nach einer Pflanze, die das bieten kann?
00:04:18: Ich glaube, wir gehen beide Wege.
00:04:20: ja für mich ist Freizeit tauchen und Berufstauchen eigentlich eins.
00:04:26: also ein großes Beispiel ist unsere nachhaltige Bauaktivität mit Algen.
00:04:35: Da war ich auf einem Tauchtrip in Kroatien, und auf so dreiundzwanzig Meter gab's dann eine Areal, wo ganz viele von Korallinenrot-Algen gewachsen sind.
00:04:47: Und ich wusste ... Darüber gibt es in der Literatur nichts.
00:04:52: Nimmst du mal ein paar mit?
00:04:53: War ja Europa!
00:04:54: Ich brauch da nicht auf irgendwelche Importbedingungen oder so zu achten.
00:04:59: Hab dann Mit der Tauchschule zusammen so mal zwei Kilo gesammelt und hab die mit ins Labor gebracht.
00:05:07: Und hat meinen Mitarbeitern gesagt, bitte mal kultivieren!
00:05:11: Wir haben zwei Jahre gebraucht um das dann auch zu optimieren.
00:05:14: Das haben wir jetzt gerade geschafft.
00:05:15: Und wir haben dann gezeigt dass wenn wir die alten Kleinmalen und die Sporen dieser Alten in Zementen ausbringen Zementrisse heilen können.
00:05:35: Also die Algen nimmt CO² aus der Atmosphäre auf, wandelt die in Kalk um, schließt den Riss und hat so die Möglichkeit ... Die Lebensdauer eines Gebäudes von fünfzig auf achtzig oder hundert Jahre zu verlängern.
00:05:51: Das ist auch Nachhaltigkeit!
00:05:56: Wie wird dann die Alge quasi mit in den Zement eingemischt?
00:06:01: Oder wie kann ich mir das vorstellen.
00:06:03: Das
00:06:03: ist ein ganz einfacher Prozess, wir kultivieren diese Algen eben ... in Aquarien ähnlichen Umgebungen, die wir eben optimiert haben.
00:06:12: Danach nehmen wir die lebende Alge raus, zerkleinern sie in eine Mörser und die Einzelteile werden einfach in ne Zementmixtur eingebrossen.
00:06:22: Okay!
00:06:22: Ja... Und dann wird der Zementblock Und unter spezifischen Bedingungen kann man eben auch Risse induzieren.
00:06:31: Wir haben dann über sechs bis acht Monate beobachtet, was passiert?
00:06:36: Erstens haben wir nicht damit gerechnet, dass die Alge den Zement überlebt.
00:06:41: Der hat ja einen pH-Wert von vierzehn, also sehr alkalisch.
00:06:45: Viele
00:06:45: Organismen gehen das nicht mit und sterben.
00:06:49: Aber diese Algen haben eine Besonderheit, da sie Sporen bilden.
00:06:53: Die von Kalk umgeben sind damit sehr resistent.
00:06:57: und wenn dann diese Risse auftreten ... Dann war es so, dass die Algen eben ausgekeimt sind, weil alle Nährstoffe, die die Alten brauchen, Stickstoff-, Phosphor- und eben Kalk oder andere Mineralstoffe eigentlich im Zement vorhanden sind?
00:07:15: Ja!
00:07:16: Die brauchten nur das CO² aus der Luft um dann aktiv zu wachsen.
00:07:21: Verrückt!
00:07:22: Also unerwartet, aber das ist Forschung und
00:07:25: das
00:07:25: bringt Innovation voran.
00:07:26: Ja
00:07:27: du hast CO² erwähnt, du hast Resistenz erwähnend.
00:07:30: was macht Algen denn noch besonders nachhaltig und zirkulär?
00:07:34: Und warum sind sie jetzt sehr interessant da weiter und tiefer in die Forschung einzugehen?
00:07:40: Die alten Kultivierung kann ich eben überall machen Konkurriert nicht mit der traditionellen Landwirtschaft.
00:07:48: Wir brauchen keine Ackerflächen, wir brauchen kein Süßwasser!
00:07:53: Wir sind unabhängig vom Klima und wachsen viel schneller als eine Landpflanze.
00:08:00: Meine Algen haben einen Wachstumszyklus von ein bis zwei Wochen.
00:08:04: Danach kann ich ernten und Produkte isolieren oder die ganze Biomasse nutzen zum Beispiel für Nahrungsergänzungsmittel.
00:08:12: Die Landpflanzen braucht mehrere Monate Und meistens ist es so, dass die Wertstoffe angereichert sind in der alten Zelle selber.
00:08:23: Als Beispiel haben wir lange Forschung gemacht auf ölbildenden Alten.
00:08:30: Einmal für Nahrungs- ergänzungsmittel aber auch für Biokraftstoffe und in jeder alten Zell kann ich bis zu siebzig Prozent Öl anreichern und das innerhalb von zwei Wochen.
00:08:43: als Vergleich Wenn ich jetzt Raps nehme, dann habe ich ungefähr dreißig Prozent in der Ölsaat.
00:08:52: Ja also in den Samen, wenn ich das auf die ganze Pflanze mit Stängelblätter Wurzel runterbreche bin ich aber bei fünf Prozent und ich brauche zwei bis drei Monate bis diese Pflanzen überhaupt reif ist.
00:09:05: Das heißt Ich hab ein Zeitvorteil, ich hab einen Ausbeutevorteile dass ich viel einfacher kultivieren kann, klimaunabhängig.
00:09:16: Ja, das ist ja auch eine große Frage.
00:09:19: wie können wir unseren Nutzen quasi aus der Natur beziehen ohne ihr etwas zu schaden?
00:09:26: Korrekt!
00:09:27: Von der Natur lernen heißt auch möglichst masseneffizient zu arbeiten.
00:09:34: Das heißt Wir nutzen alle Bestandteile der alten Biomasse.
00:09:40: Wenn ich Öl isoliere habe ich immer noch Reste, das können Proteine sein.
00:09:45: Das können aber auch Pigmente sein.
00:09:48: Weil die Algen so schnell wachsen haben sind sie reich an Karitoneinen und Chlorophyllen.
00:09:53: Das sind natürliche Antioxidantien.
00:09:56: Die kann ich jetzt als Nahrungsergänzungsmittel nehmen und damit die Zellen schützen meines Jahres.
00:10:03: Ich kann das Protein aber auch nutzen um zum Beispiel zu backen ja?
00:10:07: Und damit sicherer Gestalten in Zukunft.
00:10:14: Das heißt, man muss das Ganze ganzheitlich denken und nicht nur isoliert auf ein
00:10:18: Produkt.
00:10:19: Ja.
00:10:19: Das ist dann ja auch wieder zirkulär?
00:10:22: Correct!
00:10:23: Du hast das Öl erwähnt.
00:10:24: Du bist auch Gründer von Global Sustainable Transformation.
00:10:29: Vielleicht magst du uns kurz mal einen Blick geben was ihr tut und worin ihr eure Aufgabe seht.
00:10:36: Global Sustainables Transformation langjähriges Projekt von mir, der Geschäftsführer Mahmoud Masri war ein Doktorant von mir.
00:10:44: Hat in seiner Zeit neun Publikationen und sechs Patente produziert.
00:10:51: mittlerweile sind wir bei neuen Patenten.
00:10:53: also wir haben ein sehr breites Produktportfolio Und nutzen biogene Reststoffe.
00:10:58: das kann jetzt Weizenklaje sein.
00:11:00: Das kann aber zum Beispiel auch einen Reststoffstrom der Papierproduktion sein um nachhaltige Öle zu machen.
00:11:08: Je nachdem, wie wir unseren Prozess steuern.
00:11:12: Also die Fermentation der Ölhefe können wir verschiedene Öle machen.
00:11:18: Das heißt Palmölersatz, Sonnenblumenöl oder auch Kakaobutter.
00:11:23: Ja?
00:11:24: Gerade Kakao-Butter hat eine hohe Wertschöpfung.
00:11:27: aktuell da die Kakaoflanze sehr anfällig ist gegen Viren gerade durch den Klimawandel eher ... weniger produktiv ist, sehr anfällig gegen Krankheiten und natürlich der Kakao-Anbau auch immer mit Kinderarbeit noch in Verbindung steht.
00:11:48: All diese Probleme können wir lösen!
00:11:51: Wir wollen aber auch nicht sagen dass wir den Menschen in Entwicklungsregionen die Arbeit wegnehmen sondern wir können sagen okay wir arbeiten mit euch integrativ.
00:12:04: ein Beispiel ist Palmölproduktion.
00:12:07: Es gibt ja schon in Malaysia und Indonesien große Felder, die werden meist von kleinen Bauern betrieben.
00:12:14: Und wenn diese Ölpalme extrahiert ist bleiben empty Palm Oil Banshes übrig eigentlich Lignozellolose.
00:12:23: Wir können diese Lignocellolose nehmen fermentieren und wieder Öl draus machen also die Effizienz der Ölproduktion steigern Und das mit recht einfachen Technologien,
00:12:35: weil
00:12:36: diese Femination ist so einfach.
00:12:38: Man kann sie vergleichen eigentlich mit Bierbrauen.
00:12:40: Ja?
00:12:41: Das heißt ich kann diese Technologie auch transferieren in diese Länder den Menschen dort ein höheres Skills geben, höhere Ausbildung und die Wertschöpfung vor Ort steigern.
00:12:59: Und das haben wir auch im Hintergrund bei Global Sustainable Transformation, weil wir lokal agieren global denken.
00:13:07: Ja sehr schön so muss es auch sein.
00:13:10: und jetzt bist du ja als Forscher und Gründer tätig.
00:13:14: wo sind oder gibt es Unterschiede in der im Funding Bereich also wenn ihr nach funding sucht für eure Forschung oder für GST was sind da die unterschiede oder Ereignisse und Erlebnisse die du teilen kannst?
00:13:29: Ich bin ja auch tätig in Singapur und wenn ich das vergleiche mit Deutschland oder Europa, sind das ganz andere Ökosysteme für Start-ups.
00:13:41: Die Entscheidungfindung in SingAPUR ist viel schneller man hat auch schneller Funding und dieses Funding ist auch eher mittelfristig also fünf bis sieben Jahre nicht nur kurzer Impact zwei Jahre ROI und dann Verkauf.
00:13:59: Also die denken einfach ganz anders.
00:14:01: Dieses Mindset fehlt mir oft hier, ja?
00:14:05: Ich würde mir wünschen wir hätten mehr ... Family Offices oder auch Venture Kapital das mittel- bis langfristig Technologien begleitet.
00:14:17: In der Biotechnologie ist es so dass wir nicht in zwei Jahren skalieren können und einen Prozess wirklich in den Markt bringen.
00:14:25: Das sind Sieben bis zehn Jahre und diesen langen Atem würde ich mir hier in Deutschland und Europa viel mehr wünschen, weil dann wir auch Innovationen voranbringen können die unsere Gesamtwirtschaft resilient machen gegen globale Konkurrenz.
00:14:45: Und da sehe ich immer noch China.
00:14:48: Und was denkst du, was wären die Sicherheiten oder den Zuspruch, den man potenziellen Investoren geben müsste?
00:14:55: Dass sie langfristiger denken und auch über den Tellerrand hinaus ein bisschen schauen.
00:15:02: Auch in diesem Bereich eben Nachhaltigkeit nicht nur kurz gedacht handeln und investieren.
00:15:08: Ich glaube, hier sind verschiedene Instrumente die auch legislativ von der Regierung implementiert werden müssen.
00:15:16: Das heißt dass steuerliche Abschreibungen von Risikokapital ermöglicht werden müssen.
00:15:24: da brauchen wir nicht weit zu schauen.
00:15:26: England macht das schon lange aber auch Andalusien.
00:15:31: Von daher gibt es Modelle die braucht man nicht neu erfinden.
00:15:36: Natürlich gibt es dann auch noch Instrumente, um Startups in der Skalierung zu helfen.
00:15:43: Das heißt dass man hier weniger Rücklagen bilden muss zum Beispiel als Unternehmen wenn man in die Skalierungen geht das man einfach auch dieses Risiko puffert für Unternehmer und da können Regierungen schon entsprechende legislative Rahmenbedingungen schaffen.
00:16:03: Und sie müssen es schaffen, weil wir sonst als Deutschland und Europa abgehängt werden.
00:16:08: Ja.
00:16:10: Noch mal kurz zurück zur GST.
00:16:12: Was sind so die nächsten Steps für euch?
00:16:15: Woran arbeitet ihr gerade?
00:16:18: Was möchtet ihr launchen oder weiter vorantreiben?
00:16:21: Wir sind in den letzten Jahren sehr lateral gewachsen.
00:16:25: Wir sind technologisch wirklich vorne mit dabei.
00:16:29: Wir haben erstmals einen kompletten Kakaobutterersatz vorgestellt und den kann man in Schokolade- und Kosmetika einarbeiten.
00:16:41: Wo wir hin müssen, ist die industrielle Validierung.
00:16:45: Wir produzieren eigentlich wöchentlich im Tausend Liter Master.
00:16:48: Wir können Masterbatches machen, zeigen zu unseren Partnern das geht.
00:16:53: aber Die Großindustriellen Partner, mit denen wir reden sagen, wir wollen kein Risiko.
00:17:00: Okay.
00:17:01: Ja?
00:17:02: Dieses Risiko müsst ihr uns eliminieren ... Aber
00:17:07: worin sehen Sie das Risiko also?
00:17:09: Dieses
00:17:09: Risiko ist, wir müssen zeigen dass es im industriellen Maßstab nicht tausend sondern hunderttausend Liter Fermentation funktioniert.
00:17:18: Mhm.
00:17:19: Eine Hunderttause Liter Fermentation kostet in einem Ansatz ungefähr dreihundertausend Euro.
00:17:24: als Start-up schwierig darzustellen.
00:17:27: Das heißt, wir brauchen jetzt Impact-Investoren die mittelfristig dabei sind um genau dieses Risiko abzupuffern und unseren Partnern, die ja schon da sind und gesagt haben hey!
00:17:41: Wir nehmen das wenn er uns zeigt funktioniert in unseren Anlagen
00:17:47: Ja
00:17:50: Und dann diesen Weg mit uns gehen für die nächsten fünf Jahre vielleicht Mit einem höheren Invest.
00:17:56: Ich sag mal, GST ist raus aus Phase A-B.
00:17:59: Wir sind eigentlich Series C Investment die wir suchen.
00:18:05: Aber da sehe ich mittelfristig dann auch den Erfolg am Markt.
00:18:12: Als abschließende Frage was sind in deinem Bereich gerade die größten Freuden und der größte Frust den du hast?
00:18:21: Die größten freuden sind neue Technologien auf den Weg zu bringen und da hilft uns wirklich dieser Vorsprung mit KI.
00:18:35: Wir sehen das als Herausforderung für die Zukunft, aber aktuell auch als ein neues Werkzeug schneller und effizienter zu werden in unseren Entwicklungen.
00:18:47: ja der große Frust ist dass Wissenschaft nicht als eine Chance gesehen wird neue Technologien zu entwickeln und damit einen positiven Beitrag für Gesellschaft und Wirtschaft zu generieren, sondern als ein Groschengrab.
00:19:11: Ja!
00:19:12: Ich glaube in der Kommunikation müssen wir damit anders umgehen nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch bei Investoren zu sagen Forschung ist wichtig Für die Resilienz unserer Wirtschaft.
00:19:28: Ohne Innovation haben wir in Zukunft keine Arbeitsplätze und keine erfolgreichen Unternehmen.
00:19:36: Und da wünsche ich mir mehr Mut!
00:19:40: Auf den Mut Thomas, vielen Dank für das Gespräch.
00:19:43: Vielen Dank.
Neuer Kommentar